„Das Haus quietschte und rumpelte. Der Wind riss es aus seinem Fundament und hob es in wirbelnden Kreisen empor in die Luft [...] Irgendwann drehte das Häuschen sich nicht mehr um die eigene Achse, sondern schwebte an der Spitze der Windhose, die es vom Boden fortgerissen hatte, leicht und sanft wie eine Feder.“
– Der Zauberer von Oz, von Baum, L. Frank
Messing, Ton glasiert, Dachlatten
Wien, 2022
Grenzen markieren und begrenzen geographische Räume, wie beispielsweise zwischen privatem und öffentlichen Raum, politischem oder wirtschaftlichem sowie die Grundstücksgrenzen bzw. Eigentumsgrenzen.
Der Medienhistoriker und Medientheoretiker Bernhard Siegert beschreibt in seinem Text „Türen. Zur Materialität des Symbolischen“ den symbolischen Charakter der Trennung zwischen räumlichen, profanen und sakralen Welten. Wobei mit profaner Welt das Weltliche, Irdische, also das nicht Kirchliche und mit sakraler Welt das Heilige und Religiöse gemeint ist.
„An die kulturtechnische Prozessierung der Unterscheidung von innen und außen ist schon sehr früh die Unterscheidung zwischen profanen und sakralen Bezirken geknüpft worden, vielleicht die erste aller Artikulationen des Raumes. An diese konnten andere Unterscheidungen anknüpfen, die zwischen dem Politischen (dem Raum der Polis) und dem Außenpolitischen (dem wilden Raum außerhalb der Stadttore), zwischen dem Raum des Rechts und dem der Rechtlosigkeit, oder die Unterscheidung zwischen sicheren und gefährlichen Orten“ (Siegert, 2010, S. 155).
Baugespanne oder auch Bauprofile markieren nicht nur Grenzen, sondern visualisieren zugleich potenzielle Räume, Sie zeigen Visualisierungen von Häusern, Wohnraum oder Anbauvorhaben und bilden ein konkretes Volumen. Sie werden in der Schweiz eingesetzt und verweilen bis zur rechtskräftigen Erledigung des Baubewilligungs- und Allfälligen Beschwerdeverfahrens.
Diese Funktionselemente bilden Übergangsvolumen. Sie verweilen in ihrer Konstruktion bis zum eigentlichen Bau. Wie Platzhalter texte „Lorem ipsum“ - der Bildtext füllen sie die Leerstellen von noch nicht vorhandenem zum Konkreten und bilden Absurditäten optischer Natur. Die Gestelle aus Metallstangen oder Winkellatten stecken Raum ab, werden zu Übergangsräumen.
Die Modelle aus Messing werden zu transportablen schmuckhaften Markierungen, welche immer wieder neu ausgesteckt und gesetzt werden können.
Sie bilden ein Archiv, ermöglichen einen Denkraum – Vorstellungsbauten, bilden Übergangsbauten. Variable, transportable Leerstellen welche nicht gleich Leerraum bedeutet, sondern Möglichkeitsraum.
Der visualisierte Raum beginnt zu kippen und die Grenze zwischen Realität und Phantasie erscheint ins Wanken zu geraten.
„Das Haus quietschte und rumpelte. Der Wind riss es aus seinem Fundament und hob es in wirbelnden Kreisen empor in die Luft [...] Irgendwann drehte das Häuschen sich nicht mehr um die eigene Achse, sondern schwebte an der Spitze der Windhose, die es vom Boden fortgerissen hatte, leicht und sanft wie eine Feder.“
– Der Zauberer von Oz, von Baum, L. Frank
Messing, Ton glasiert, Dachlatten
Wien, 2022
Grenzen markieren und begrenzen geographische Räume, wie beispielsweise zwischen privatem und öffentlichen Raum, politischem oder wirtschaftlichem sowie die Grundstücksgrenzen bzw. Eigentumsgrenzen.
Der Medienhistoriker und Medientheoretiker Bernhard Siegert beschreibt in seinem Text „Türen. Zur Materialität des Symbolischen“ den symbolischen Charakter der Trennung zwischen räumlichen, profanen und sakralen Welten. Wobei mit profaner Welt das Weltliche, Irdische, also das nicht Kirchliche und mit sakraler Welt das Heilige und Religiöse gemeint ist.
„An die kulturtechnische Prozessierung der Unterscheidung von innen und außen ist schon sehr früh die Unterscheidung zwischen profanen und sakralen Bezirken geknüpft worden, vielleicht die erste aller Artikulationen des Raumes. An diese konnten andere Unterscheidungen anknüpfen, die zwischen dem Politischen (dem Raum der Polis) und dem Außenpolitischen (dem wilden Raum außerhalb der Stadttore), zwischen dem Raum des Rechts und dem der Rechtlosigkeit, oder die Unterscheidung zwischen sicheren und gefährlichen Orten“ (Siegert, 2010, S. 155).
Baugespanne oder auch Bauprofile markieren nicht nur Grenzen, sondern visualisieren zugleich potenzielle Räume, Sie zeigen Visualisierungen von Häusern, Wohnraum oder Anbauvorhaben und bilden ein konkretes Volumen. Sie werden in der Schweiz eingesetzt und verweilen bis zur rechtskräftigen Erledigung des Baubewilligungs- und Allfälligen Beschwerdeverfahrens.
Diese Funktionselemente bilden Übergangsvolumen. Sie verweilen in ihrer Konstruktion bis zum eigentlichen Bau. Wie Platzhalter texte „Lorem ipsum“ - der Bildtext füllen sie die Leerstellen von noch nicht vorhandenem zum Konkreten und bilden Absurditäten optischer Natur. Die Gestelle aus Metallstangen oder Winkellatten stecken Raum ab, werden zu Übergangsräumen.
Die Modelle aus Messing werden zu transportablen schmuckhaften Markierungen, welche immer wieder neu ausgesteckt und gesetzt werden können.
Sie bilden ein Archiv, ermöglichen einen Denkraum – Vorstellungsbauten, bilden Übergangsbauten. Variable, transportable Leerstellen welche nicht gleich Leerraum bedeutet, sondern Möglichkeitsraum.
Der visualisierte Raum beginnt zu kippen und die Grenze zwischen Realität und Phantasie erscheint ins Wanken zu geraten.